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Volunteering in Tōhoku

Das Projekt beschäftigt sich mit freiwilligen Helfern (volunteers) und ihren Motivationen. Nach der Dreifachkatastrophe wurde in der Krisenregion eine Rekordzahl an Helfern verzeichnet, darunter insbesondere jüngere Menschen. Für diese Studie werden Interviews mit Volunteers zwischen 20 und 40 Jahren im Rahmen eines Feldforschungsaufenthalts in der Region Tōhoku, aber auch in Tokio durchgeführt. Gesprächspartner sind sowohl Studenten und Firmenangestellten wie auch Teilzeitangestellten (Freeter) und NEET (Personen, die sich weder in Ausbildung befinden noch arbeiten). Das Ziel der Studie ist es, die Beweggründe der freiwilligen Helfer zu untersuchen und zu analysieren, wie sich wiederholte altruistische Tätigkeiten auf die Werte und Lebenszufriedenheit der engagierten Helfer auswirken – hier schließt das Projekt unmittelbar an den bestehenden DIJ-Forschungsschwerpunkt „Glück und Unglück in Japan“ an. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, welche Bedeutung dieses Engagement für jene Individuen hat, die sich zum Volunteering entschließen: Wie bewerten freiwillige Helfer rückblickend ihren Einsatz und welche Folgen hat der Einsatz für sie persönlich? Auch Erfahrungsberichte über ihre Begegnungen mit der Lokalbevölkerung werden thematisiert. Die empirischen Daten aus dieser ethnografischen Untersuchung werden im Rahmen diverser anthropologischer Reziprozitätstheorien interpretiert.

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