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Religiöse Organisationen und die Politik des Glücks

Dieses Projekt behandelt Glück an der Schnittstelle von Religion und Politik. Dort weisen religiöse Organisationen und politische Parteien ein gemeinsames Charakteristikum auf: Beide versprechen ein besseres Leben. Die Terminologie und Konzepte die dabei verwendet werden unterscheiden sich, aber die grundsätzlichen Ähnlichkeiten überwiegen: Politiker und Parteien in Japan verwenden in ihren Reden und Programmen in der Regel die drei „an“: anshin (unbesorgt), anzen (sicher) und antei (stabil). Religiöse Organisationen bemühen meist eine komplexere Terminologie, aber ihre Lehren künden auch von Zufluchtsstätten, Stabilität und Seelenfrieden. Beide Seiten wissen um die Attraktivität dieser Versprechen für die menschliche Natur.

Ein bedeutsamer und offensichtlicher Unterschied zwischen Religion und Politik liegt darin, dass Erstere sich (in unterschiedlichem Maße) dem Jenseits zuwendet. Errettungsversprechen sind wichtige Bestandteile religiöser Lehren. Der Eindruck, dass Religionen und ihre Institutionen deshalb völlig anders als Politik sind, hat dabei aber den schlichten Umstand in den Hintergrund gedrängt, dass beide sehr wohl Institutionen der menschlichen Gesellschaft und des diesseitigen Lebens sind. Einen offensichtlichen Beleg dafür stellen die religiösen Organisationen dar, die Elemente ihrer Lehre als Instrument für eine Verbesserung der Gesellschaft anpreisen oder gar eine politische Agenda ihr Eigen nennen. Vor diesem Hintergrund hat dieses Projekt zwei Hauptaufgaben. Zum einen untersucht es gegenwärtige Formen politischer Aktivitäten religiöser Organisationen, zum anderen schaut es auf die Vorstellungen von Glück und einem besseren Leben, die religiöse Organisationen als politische Ziele verfolgen.

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institute of Policy Studies der Chūō Universität (Tōkyō) durchgeführt.

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