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Politische Partizipation und Glück: Die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatheit und ihre Implikation für die Gleichstellung

In der Moderne wurden verschiedene soziale Beziehungen in Öffentlichkeit und Privatsphäre aufgeteilt. Dabei entstanden asymmetrische Geschlechterverhältnisse. Während von Männern erwartet wurde, sich an verschiedenen Aktivitäten in der Öffentlichkeit wie z.B. Lohnarbeit und Beschäftigung in staatlichen Institutionen zu beteiligen, wurden Frauen primär der Privatheit zugeordnet und dadurch zum großen Teil von der Öffentlichkeit ausgeschlossen, wozu das Fehlen des Wahlrechts ein gutes Beispiel war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gleichstellung beider Geschlechter in internationaler sowie nationaler Politik vieler Länder auf die politische Agenda gesetzt. Die Gleichstellung wurde als ein Bestandteil des menschlichen Wohlbefindens und persönlichen Glücks wahrgenommen. Jedoch verbleiben die Effekte der traditionellen Geschlechterrollen im Bewusstsein der Bevölkerung und in vielen Institutionen der Gesellschaft. So lassen sich deutlich weniger Frauen als Männer finden, die aktiv in der Öffentlichkeit mitwirken.

Dieses Forschungsprojekt ist interessiert an politischer Partizipation auf höherer Ebene, beispielsweise politische Wahlkandidatur und parlamentarische Aktivitäten als Abgeordnete als ein Bereich, in dem noch eine „gender imbalance“ als Paradox der Trennung zwischen der Öffentlichkeit und der Privatheit deutlich zu erkennen ist. Dieser Bereich ist auch einer der am häufigsten verwendeten Indikatoren für die soziopolitische Partizipation von Frauen. Ein besonderer Fokus wird darauf gelegt, welche Effekte die Familie wie z.B. die Ehemann-Ehefrau-Beziehung oder Partnerschaft auf die Entscheidung der verheirateten Frauen, sich aktiv an der Politik zu beteiligen, haben kann.

Das Projekt wird in Kooperation mit externen Forscherinnen zusammen durchgeführt. Es wird über Drittmittel das durch das Tokai-Gender-Institut finanziert.

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