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Perspektiven des Wohnens: Ältere Menschen im Katastrophengebiet

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau der Städte in Tōhoku und stellt dabei insbesondere die Wohnsituation älterer Menschen in den Mittelpunt. Die von Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebiete sind durch einen weit über nationalem Durchschnitt liegenden Anteil Älterer und von Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet, woraus sich die Relevanz des Themas ergibt. Eine Berücksichtigung dieser demographischen Gegebenheiten bei der in vielen Fällen von Grund auf neu zu planenden Ortschaften ist nicht nur Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben im Alter und ein wichtiger Bestandteil der Überlebensfähigkeit dieser Orte, sondern sie könnte im Idealfall auch Vorbildfunktion für andere von Bevölkerungsalterung und Schrumpfung betroffene Teile Japans haben.

Die Fragen, die sich für dieses ethnographisch angelegten Projekts ergeben, sind: Inwieweit werden die Bedürfnisse und Wünsche Älterer in die Planung einbezogen? Wie sehen ältere Menschen ihre Wohnperspektive? Welche Vorstellungen, Hoffnungen, Ängste und Erwartungen haben sie? Werde alternative Wohnformen, wie sie bereits in Japan existieren, gefördert? Entstehen neue, beispielsweise quartiersbasierte Konzepte des Wohnens?

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