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Geschichtspolitik in Ostasien

Dieses Projekt schließt an frühere Vorarbeiten zur Instrumentalisierung der Geschichte in gegenwärtigen politischen Diskursen in Ostasien an. Im Mittelpunkt stehen die Problematik der „Vergangenheitsbewältigung“ und die Thematisierung der Aufarbeitung der modernen Geschichte Japans im Kontext des japanischen Imperialismus in Ostasien. Untersucht werden die Ziele, Methoden und Strategien der verschiedenen Akteure im Streit um die Interpretation der Bedeutung bestimmter Schlüsselereignisse, -themen und -personen wie das Nanking-Massaker, die „Trostfrauen“, Sun Yat-sen oder Ahn Jung-geun sowie die Instrumentalisierung von historischen Bezügen zur Rechtfertigung bestimmter außenpolitischer Positionen, wie im Streit um die Senkaku-Inseln oder um Takeshima. Ziel des Projektes ist neben der Ausar­beitung mehrerer Fallstudien auch eine theoretische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken von Geschichtspolitik im öffentlichen Raum.

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