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Konsum und wirtschaftliche Nachhaltigkeit nach dem 11. Marz

Die Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 hat weitreichende Konsequenzen für die regionale Wirtschaft, beeinflusst aber auch die Einstellungen sowie die Art und Weise des Wirtschaftens im ganzen Land. Dieses DIJ-Projekt versucht diese Konsequenzen in drei Teilstudien zu untersuchen, wobei der Fokus auf Konsumverhalten liegt.

Ethischer Konsum

Das erste Teilprojekt widmet sich der Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialverträglichkeit von Produkten bei Konsumentscheidungen in Japan. Das Thema ethischer Konsum hat durch die Katastrophe an Bedeutung gewonnen. In Fortsetzung der bisherigen Forschung (seit 2009) zum Thema ethischen Konsums werden nun Veränderungen in den Einstellungen und dem tatsächlichen Kaufverhalten analysiert.

Spendenverhalten

Dem zweiten Teilprojekt liegt eine weite Definition von Konsum zugrunde, bei der Spenden und Freiwilligenarbeit als Konsumakte aufgefasst werden. Die Studie untersucht, warum Menschen in Japan Zeit, Geld oder Arbeitskraft „spenden“ und welche emotionalen Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen bzw. welche Konsequenzen daraus resultieren. Das Spendenaufkommen sowie die Gesamtstundenzahl an Freiwilligenarbeit in Japan sind im internationalen Vergleich relativ gering. In Hinblick auf die Katastrophe wird analysiert, wie sich die Einstellungen zu Spenden und Freiwilligenarbeit verändert haben.

Das Projekt zum Spendenverhalten wird gemeinsam mit Dr. Satoshi Akutsu (Hitotsubashi University) und Dr. Satoko Suzuki (Kyoto University) durchgeführt und von der Yoshida Hideo Memorial Foundation mit einem 2 jährigen Forschungszuschuss gefördert.

Konsumbezogene Aufarbeitung

In der dritten Teilstudie wird durch teilnehmende Beobachtung untersucht, in welchem Verhältnis die konsumbezogene Aufarbeitung der Katastrophe zu anderen Kompensationsmechanismen steht. Zum psychologischen Umgang mit Katastrophen und ihren Folgen existiert zwar eine Vielzahl von Studien, doch hat das Konsumverhalten als wichtiger Kompensationsmechanismus bisher in der Literatur wenig Aufmerksamkeit erhalten.

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