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Hommerich, Carola; Schöneck, Nadine M.
2014, Deutsches Institut für Japanstudien / Stiftung D.G.I.A., Tokyo.


Abriss

In diesem Artikel untersuchen wir, wie es um die Verfasstheit der Bevölkerungen zweier Gesellschaften steht, die in den Nachkriegsjahrzehnten zu ‚Vorzeigenationen‘ aufstiegen, in denen Statuserwerb nach merokratischem Prinzip möglich war, die jedoch seit geraumer Zeit mit Prozessen sozialer Entsicherung konfrontiert sind und sich vom lang gehegten Selbstbild als Mittelschichtsgesellschaft verabschieden müssen.

Auf Basis von ISSP-Daten aus den Jahren 1999 und 2009 vergleichen wir, ob sich Wahrnehmungen und Bewertungen sozialer Ungleichheit in Deutschland und Japan im Zeitverlauf verändert haben und wie soziale Aufstiegschancen bewertet werden.
Während die Ungleichheitswahrnehmung in beiden Ländern zunimmt, wird Ungleichheit in Japan später als in Deutschland zu einem gesamtgesellschaftlich diskutierten Thema. Diese Phasenverschiebung führt zu einer unterschiedlichen Bewertung ungleicher Teilhabechancen als (un-)gerecht.

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