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Miscellanea

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2001, Deutsches Institut für Japanstudien, Berlin, Tokyo, 111 S., ISBN 3-938257-16-4, € 10,00 / ¥ 1000. [ Bestellen ]


Abriss

Japan ergraut: keine andere Industrienation hat eine schneller wachsende Bevölkerung über 65. Die rasante Überalterung der Gesellschaft hat immense ökonomische und soziale Auswirkungen. Dies gilt insbesondere für die Kranken- und Rentenversicherungssysteme. Die japanische öffentliche Rentenversicherung, die wie in vielen anderen Ländern prinzipiell umlagefinanziert ist, d.h. gegenwärtige Beitragszahler finanzieren heutige Rentner, steht unter erheblichem Anpassungsdruck. Die Reformierung des Rentensystems gehört deshalb zu den wichtigsten politischen Herausforderungen des Landes. Die Regierung hat mit der letzten Rentenreform Maßnahmen wie die Veränderung der Rentenhöhe, des Renteneintrittsalters sowie des Rentenanpassungsmechanismus verabschiedet, die das öffentliche Rentensystem zukunftsfähig machen sollen. In dem Maße, in dem öffentliche Leistungen beschnitten werden, sollen die betrieblichen Alterssicherungssysteme ausgebaut werden.

Die vorliegende Arbeit untersucht jüngste sowie geplante Rentenreformen vor dem Hintergrund der Veränderungen der ökonomischen, demographischen und sozialen Rahmenbedingungen des Landes. Die Analyse des öffentlichen Rentensystems konzentriert sich dabei auf Fragen der finanziellen Stabilität, der Umverteilungswirkungen, der Minimaleinkommenssicherung sowie der politischen Risiken. Da die offizielle Reformstrategie darin besteht, Kürzungen der öffentlichen Rente durch eine Stärkung der betrieblichen Altersversorgung zu kompensieren, beleuchtet die Untersuchung die gegenwärtige Verbreitung der betrieblichen Versorgung und bewertet (geplante) Reformen in diesem Bereich. Ein Vergleich mit Rentenreformen im Vereinigten Königreich liefert schließlich Einsichten über die möglichen längerfristigen Wirkungen der japanischen Rentenpolitik.

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