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Japan und Europa. Historische Beziehungen und vergleichende Studien

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Feldmann, Thomas

Kultur als Determinante der Wirtschaft? Unternehmensphilosophien in Japan 

2007, iudicium Verlag, München, 141 S., ISBN 978-3-89129-872-5.


Abriss

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Werte auf ökonomische Phänomene. Für die wissenschaftliche Beschäftigung werden neben einem interdisziplinären Analysespektrum ökonomische, kulturanthropologische sowie organisationskulturelle und -psychologische Überlegungen herangezogen. Auf Basis der Diskussion des Kulturbegriffes sowie verschiedener wissenschaftlicher Ansätze, die sich mit dem kulturellen Einflusspotenzial auf die Wirtschaft auseinandersetzen, widmet sich der theoretische Teil der Arbeit dem Konzept der Organisationskultur.

Das Untersuchungsfeld sind japanische Unternehmensphilosophien, die als kulturelle Ausdrucksform von Unternehmen Betrachtung finden. In ihnen spiegeln sich kulturell geprägte Elemente der Ideologie verschiedener Unternehmenspersönlichkeiten und der Unternehmensstrategie wider. Unternehmensphilosophien sind in Japan historisch tief verwurzelt und besitzen eine lange Tradition. Sie sind im größeren Maße verbreitet und stärker kulturell verankert als dies beispielsweise in den USA oder Europa der Fall ist.

Durch die Untersuchung von drei Fallbeispielen, nämlich die Unternehmensphilosophien der traditionsreichen, japanischen Unternehmen Matsushita, Honda und Toyota, lassen sich verschiedene Schlüsselbegriffe identifizieren, welche die Grundlage einer Inhaltsanalyse von 30 japanischen Unternehmensphilosophien bilden. Es wird angenommen, dass international und global tätige japanische Unternehmen weitaus weniger kulturell beeinflusst sind als beispielsweise national aktive Unternehmen. Im Zentrum einer Frequenzanalyse stehen die Unternehmensphilosophien von 15 der Nikkei 225-Unternehmen (First Section) sowie von 15 an der zweiten Sektion der Tokyoter Börse bzw. an regionalen Börsen gelisteten Unternehmen (Second Section).

Die Untersuchung zeigt, dass kleine Unternehmen weniger international orientiert sind und daher eher tradierte kulturelle Elemente forcieren. Das tradierte und etablierte Japanische ist in international und global tätigen Unternehmen demgegenüber weitaus geringer ausgeprägt. Japanische Unternehmen, die durch externe Prozesse beeinflusst werden, haben sich darüber hinaus als Antriebsfaktor eines kulturellen Wandels herausgestellt. Hier ist eine Entwicklung von einer traditionell geprägten japanischen Kultur hin zu einer eher internationalisierten japanischen Kultur erkennbar.

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