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Political Reform in Japan - Entering a New Era of Japanese Democracy?

17.07.1998

Koordination: Verena Blechinger

Abriss

Ethnographische Methoden wurzeln in der Anthropologie, wurden jedoch in den Vereinigten Staaten seit den 1920er Jahren auch in der Soziologie eingesetzt. Dadurch hat sich ihr Charakter von einem rein beobachtenden Verfahren hin zu einer Methode entwickelt, die verschiedene Datenerhebungsformen wie Interviews, Dokumentensammlung und andere meist qualitativ orientierte Methoden miteinander kombiniert. In der vergleichenden Forschung wurden solche Verfahren häufig eingesetzt, und gegenwärtig ist in der japanischen Erziehungssoziologie ein Trend hin zu ethnographischen Methoden zu verzeichnen. Dies wurde zum Anlaß genommen, die Entwicklung der Methoden in verschiedenen Forschungskulturen und ihre Möglichkeiten in der vergleichenden Erziehungswissenschaft zu untersuchen.

Einleitend referierte Susanne Kreitz-Sandberg (DIJ) über den Stand ethnographischer Methoden in der sozialwissenschaftlichen Forschung, insbesondere der deutschen und der japanischen Bildungssoziologie. David H. Slater (Sophia Universität/ University of Chicago) untersuchte in seinem Vortrag anhand seiner eigenen ethnographischen Forschungserfahrungen in öffentlichen Oberschulen in Tōkyō die Frage, ob bzw. wie Modelle, die eine Besonderheit der japanischen Gesellschaft ins Zentrum der Analyse stellen, sich mit soziologischen Konzepten verknüpfen lassen und inwiefern ethnographische Studien einen Beitrag zur Gesellschaftsanalyse auf der Makroebene leisten können. Miyazaki Ayumi (Harvard University) präsentierte ein Forschungsprojekt, in dessen Zentrum geschlechtsspezifische Subkulturen an Schulen standen. Yamada Yōko (Universität Tsukuba) berichtete in ihrem Vortrag über ihre teilnehmende Beobachtungen an Berliner Gesamtschulen zur Rolle von Sozialpädagogen bei der sozialen Integration ausländischer Jugendlicher.

Der Workshop machte die vielseitigen Möglichkeiten ethnographischer Methoden deutlich, obwohl - oder vielleicht auch gerade weil - die Diskussion am runden Tisch ein Forum war, in dem auch die Schwierigkeiten solcher qualitativer Forschungsansätze abgehandelt werden konnten. Zwei der Vorträge wurden auf Englisch, zwei weitere auf Japanisch gehalten. Zusätzliche schriftliche Zusammenfassungen in beiden Sprachen ermöglichten es den Teilnehmern, den Ausführungen problemlos zu folgen und sich an der regen Diskussion in der Sprache ihrer Wahl zu beteiligen.

Programm

9.30 Opening, Introduction
Irmela Hijiya-Kirschnereit, DIJ, Michael Ehrke, FES
9.45 Keynote Speech
J.A.A. Stockwin, Oxford University
  Can we Understand Japanese Political Reform?


11.00 -13:00 Panel 1: Electoral Reform
Discussant: Wilhelm Vosse, Keiō University
  The Politics of Electoral Reform 1994
Rei SHIRATORI,Tōkai University and Institute for Political Studies in Japan (IPSJ)

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  The Effects of Electoral Reform in Japan
Steven R. REED, Faculty of Policy Studies, Chūō University

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14.30 - 16:30 Panel 2: Political Finance
Discussant: Darryl Flaherty, University of Tōkyō
  The Political Impact of the New Regulations for Political Donations in Japan
Tomoaki IWAI,Department of Human Science, Tokiwa University

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  Political Corruption and Factional Power Play - the Issue of Political Reform and the Demise of the LDP One-Party Rule
Verena Blechinger

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16.45 - 19:00 Panel 3: Party Restructuring
Discussant: Robert Weiner, University of California, Berkeley
  Party Stability in Japan, a Comparison of Competing Explanations
Ray CHRISTENSEN,Department of Political Science, Brigham Young University

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  External Constraints, Governing Strategies, and the Transformation of Party Systems in Italy and Japan
Nobuhiro HIWATARI ,University of Tōkyō, Institute of Social Science

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10:00 - 12:00 Panel 4: Administrative Reform
Discussant: Daniel Dirks, DIJ
  Catch-up and the Quark-Barrel: The New Role of Politicians in Japan's Science and Technology Policy
Jonathan LEWIS, University of Tōkyō, Institute of Social Science

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  Decentralization Reform: A Way to Civic Government in Japan
Hiromi MUTŌ, Department of Law, Hōsei University

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14.00 - 17:00 Final Panel Discussion
Participants: J.A.A. Stockwin (Oxford University),Gerald Curtis (Columbia University), Kenichi Kohno (Mainichi Shinbun), Gebhard Hielscher (Süddeutsche Zeitung), Sam Jameson (Correspondent, Denver Post and Asian Business Magazine,Columnist, Sankei Shimbun), Chūji Itō (Member, House of Representatives, Minshutō)

Veranstaltungsort

U-Life Center, 1-4-26 Kaigan, Minato-ku, Tōkyō 105

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