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Behinderung und Kultur - Neue Fragen in der Japanforschung

11.11.1998

Koordination: Katharina Heyer; Susanne Kreitz-Sandberg

Abriss

 Fragen nach der Bedeutung von Behinderungen und entsprechender Perspektiven in der sozialwissenschaftlichen Forschung haben im Kontext der Japanstudien neue Aktualität erlangt. Deshalb wurde dieses Thema als Fokus des zweiten DIJ Social Science Workshops gewählt. Die Ergebnisse der Behindertenforschung können neue Einsichten über die japanische Gesellschaft liefern. Eingeladen wurden drei Forscherinnen, die in Tokyo Recherchen für ihre Dissertationen durchführen und die Behindertenforschung als Inhalt und theoretischen Bezugspunkt für ihre Analyse nutzten.

Jahrzehntelang konzentrierten sich sowohl die Sozialpolitik als auch die akademische Forschung auf medizinische Aspekte von Behinderungen und auf die Notwendigkeiten, Behandlungs- und Heilungsmethoden zu finden. Statt sich auf die physische Erfahrung der Behinderung zu konzentrieren (impairment), wird in neueren Forschungsansätzen die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, wie soziale Normen und Verhaltensweisen Grenzen schaffen, die eine vollständige Partizipation und egalitäre Behandlung ausschließen. In diesem Kontext sind Studien zu Behinderung entstanden, die Geschichte, Repräsentation, Bewegungen und Literatur der Menschen mit Behinderungen untersuchen. Der Workshop lockte einen vielfältigen Teilnehmerkreis aus verschiedenen Disziplinen an. Hierdurch bestätigte sich die interdisziplinäre Natur von Behindertenforschung.

Programm

Between Equality and Difference: Japanese Disability Law
Katharina Heyer

From School to Work - Providing Employment for Students with Disabilities
Maike Roeder, Universität Bonn/Gakugei Universität

"That's Sign Language Fascism!" The Politics of Identity and the History of Identifications in Japanese Deaf Communities
Karen Nakamura, Yale University

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