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Ehem. Stipendiaten/Stipendiatinnen

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Maria Baier

( 01.02.2010 - 30.08.2010 )

Politikwissenschaft

  • Politik der Geschlechterverhältnisse
  • Politische Theorie

 

Dissertationsprojekt: (Arbeitstitel)

„Retraditionalisierung der Geschlechterordnung: Zur Politik der Konservativen im Bildungsbereich“

Beim regionalen Implementierungsprozess des Grundlagengesetzes zur Gleichstellung der Geschlechter (1999) stellten konservative Kräfte die institutionalisierten Errungenschaften der Frauenbewegung erneut in Frage und insistierten auf die Wiedereinschreibung traditionaler Familienwerte. Transportiert wurde dieser Konflikt vor allem über die Kritik am Gleichstellungskonzept „Gender Free“, das als ideologische Basis des Grundlagengesetzes sowie gendersensibler Unterrichtspraxen an Schulen gedeutet wurde. Die Dissertation untersucht, weshalb konservative Politiker und Politikerinnen Geschlechterverhältnisse auf die Agenda stellten, welche Phänomene dahinter stehen, und welche Funktion der Hauptaustragungsort Schule dafür hat. In der Dissertation untersuche ich den Versuch der Grenzverschiebung von Übereinkünften zur Gleichstellung für den Zeitraum der 1990er Jahre bis zur Gegenwart im Raum Tokyo.

Methodisch arbeite ich qualitativ empirisch. Über halbstrukturierte und leitfadengestützte ExpertInneninterviews soll aus drei Gruppen ein jeweils unterschiedliches Handlungs- und Reflexionswissen erhoben werden (GrundschullehrerInnen, politische Akteure, SozialwissenschaftlerInnen). Zur Rekonstruktion der gängigen diskursiven Deutungsmuster im historischen Verlauf wird eine grobe qualitative Inhaltsanalyse konservativer Zeitschriften durchgeführt. Die theoretische Reflexion erfolgt über sozialwissenschaftliche Diskussionen zu Neokonservativismus und Neoliberalismus.

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