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Ehemalige Mitarbeiter/-innen

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Dr. Jochen Legewie

( 01.10.1996 - 28.02.2001 )

Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeographie

Internationalisierungsstrategien japanischer Unternehmen

Seit Ende der 80er Jahre hat sich der Internationalisierungsprozeß japanischer Untenehmen rapide beschleunigt, wobei die direkte Auslandspräsenz allerdings häufig auf die Region Asien beschränkt bleibt. Abgesehen von einigen bekannten multinationalen Unternehmen wie Toyota oder Sony liegt die Mehrzahl japanischer Firmen jedoch bis heute gemessen am Internationalisierungsgrad deutlich hinter ihrer Konkurrenz aus anderen Industriestaaten zurück. Dieser Umstand ist für Forschung wie Praxis von gleichermaßen großem Interesse. Bei der Untersuchung aktueller Internationalisierungsstrategien werden daher einerseits auffällige Entwicklungslinien einzelner Branchen und Unternehmen Japans herausgearbeitet. Andererseits werden die Strategien japanischer Unternehmen mit denen ihrer europäischer und us-amerikanischer Konkurrenten verglichen und auf ihre Spezifika hin analysiert. Neben der regionalen Fokussierung auf Asien bildet die Beschäftigung mit der Automobilindustrie den branchenspezifischen Schwerpunkt der Untersuchungen.

Internationale Personalführung

Personalführung und -management japanischer Unternehmen wurde lange Zeit als eine besondere Stärke des japanischen Managementmodells angesehen. Seit Beginn der 90er Jahre und der Phase des Niedrigwachstums in Japan werden japanische Personalpraktiken jedoch zunehmend kritischer betrachtet. Darüber hinaus wird ihre Anwendungsfähigkeit bei Unternehmensaktivitäten auf der internationalen Ebene in Frage gestellt, insbesondere im Bereich der Kontrolle und Koordination japanischer Tochtergesellschaften im Ausland. Die Analyse konzentriert sich auf das Zusammenspiel zwischen internationalen Kontroll- und Koordinationsmechanismen und spezieller Personalführungsmodelle. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der besonderen Rolle von japanischen Expatriates; der regionale Fokus liegt auf japanischen Unternehmensaktivitäten in Asien.

Politökonomischer Integrationsprozeß Asiens

Seit den 80er Jahren hat sich die Intensität der Handels- und Investitionsverflechtungen innerhalb Ostasiens stark erhöht; seit Beginn der 90er Jahre findet eine ähnliche Intensivierung der regionalen Beziehungen auch auf außenpolitischer Ebene statt. Innerhalb dieses Integrationsprozesses spielen japanische Akteure auf wirtschaftlicher wie politischer Ebene eine Schlüsselrolle und zwar sowohl auf der Mikroebene (z.B. Produktionsnetzwerke) als auch auf der Makroebene (z.B. Entwicklungshilfe). Neben einer Analyse der Rolle japanischer Unternehmensnetzwerke in der Region konzentriert sich die Betrachtung auf die Rolle außenpolitischer Akteure Japans innerhalb supranationaler Wirtschaftszusammenschlüsse wie APEC, EAEC oder ASEAN+3. Der zeitliche Fokus der Untersuchungen liegt auf aktuellen Veränderungen seit Beginn der Asienkrise 1997.

Verkehr und Logistik

Quantitative und qualitative Veränderungen der Transportanforderungen in Personen- und Güterverkehr haben in den letzten 20 Jahren zu starken Veränderungen in der Transportnachfrage, aber auch in der Leistungsfähigkeit der einzelnen Verkehrssysteme Japans geführt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen aktuelle Tendenzen beim Gütertransport, die auf eine grundsätzliche sachliche und räumliche Reorganisation der betrieblichen Logistik zurückgehen.

Abgeschlossene DIJ Projekte

Publikationen

Bücher

(1998)
[Mit: Ditzer, Roman] Ursachen und Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise Asiens (Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung).
(1996)
Band 46 der Kölner Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeographie.
Köln:

Herausgeberschaft

Artikel

Arbeitspapiere

Zeitungsartikel

Sonstige Publikationen

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