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Ehemalige Mitarbeiter/-innen

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Dr. Isa Ducke

( 01.05.2001 - 31.05.2006 )

Leitung Sozialwissenschaften

Politikwissenschaft

 

  1. Politik und Internet in Japan – Nutzung des Internets durch zivilgesellschaftliche Akteure

    Im Rahmen eines Abteilungsprojekts der Sozialwissenschaftlichen Abteilung des DIJ zum Einfluß des Internets auf die japanische Politik wird untersucht, in welchem Maße zivilgesellschaftliche Organisationen neue Technologien nutzen, um ihre Positionen in kontroversen Politikbereichen darzustellen und ihre Ziele zu erreichen. Es wird außerdem gefragt, wie effektiv diese Internetnutzung ist und ob sich durch das Internet Politik und Demokratie in Japan wandeln.
    Konkrete Unterprojekte dieses Forschungsschwerpunktes waren bisher der Einsatz von Homepages und Internetstrategien durch verschiedene Akteure im sogenannten „Schulbuchstreit“ zwischen Japan und Korea im Jahr 2001, die Nutzung neuer Technologien durch sehr kleine Bürgerbewegungen in Japan, und die Internetnutzung von NGO-Dachorganisationen in Japan, Deutschland und Korea. Komparative Aspekte wurden auf Veranstaltungen (DIJ-Workshop und mehrere Panels auf Internationalen Konferenzen) und Publikationen besonders hervorgehoben.
  2. Transnationales Lernen zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen

    Ein im Rahmen des „Deutschland in Japan“-Jahres laufendes Projekt untersucht die Kommunikation zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Japan und Deutschland beispielhaft anhand von Umweltschutzorganisationen. Hierbei wird u.a. gefragt, in welcher Form Deutschland (und verschiedene deutsche Umweltakteure) im japanischen Umweltschutzdiskurs dargestellt werden und welches Potential für gegenseitiges Lernen zwischen den zivilgesellschaftlichen Organisationen in diesem Bereich besteht.
  3. Japanische Außenpolitik mit Schwerpunkt auf Asien

    Trotz, oder auch wegen, der geographischen Nähe ist Japans Verhältnis zu vielen asiatischen Ländern gespannt, wobei vor allem die japanische Vergangenheitsbewältigung ein bestimmender Faktor ist. Wirtschaftsbeziehungen oder Sicherheitserwägungen erscheinen im Vergleich zwar „substanzieller“, auch sie werden aber zum Teil von solchen „soft issues“ geprägt. Gerade bei der Betrachtung japanischer Beziehungen mit anderen asiatischen Ländern werden solche Zusammenhänge deutlich. In diesem Zusammenhang wurde in einigen Veranstaltungen und Publikationen speziell der Bedeutung von internationalen Sportveranstaltungen für die Bildung einer regionalen asiatischen Identität Beachtung geschenkt.
  4. Japanisch-koreanische und innerkoreanische Beziehungen

    Ein Paradebeispiel für Japans schwieriges Verhältnis zu seinen Nachbarn ist dasjenige zur koreanischen Halbinsel. Trotz vieler Gemeinsamkeiten und Verflechtungen bleibt die Interpretation der Vergangenheit, insbesondere die japanische Kolonialzeit, ein Streitpunkt zwischen Japan und Südkorea. Verkompliziert wird die Beziehung noch durch die innerkoreanischen Streitigkeiten und daraus entstehende Sicherheitsfragen.  Mehrere Arbeiten zur Schulbuchproblematik und transnationalen Bemühunge auf Bürgerebenen widmen sich diesem Thema, siehe z. B. Ducke/Saaler 2003.

Isa Ducke ist eine der Ansprechpartnerinnen für die  DIJ Social Science Study Group, ein Forum für Doktoranden / Doktorandinnen und jüngere Wissenschaftler/-innen.

 

Abgeschlossene DIJ Projekte

Publikationen

Bücher

(2007)
Civil Society and the Internet in Japan.
London and New York: Routledge. 194 S.
(2002)
Status Power. Japanese Foreign Policy Making Toward Korea (Status-Macht und Japans Korea-Politik).
New York: Routledge. 256 S.

Herausgeberschaft

Artikel

Rezensionen

Arbeitspapiere

Sonstige Publikationen

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